Rosa Schminktisch
a Beauty blog

Die Sache mit der Zukunft und der Uni

Dienstag, 30. September 2014

Statt einer Review und heiter Sonnenschein (denn dazu fehlt mir gerade echt der Nerv, sorry...) gibt es heute einen kleinen Meckerpost, in der Hoffnung, dass vielleicht einige von euch die gleiche Situation kennen und mich aufmuntern können ._.

Treue Leserinnen wissen ja, dass ich im März diesen Jahres meinen Job in der Bank gekündigt habe, um Personalmanagement und Psychologie zu studieren. Mein Studium macht mir auch noch immer Spaß, die Inhalte sind spannend und das lernen fällt mir relativ leicht.

Nun zu Beginn des 2. Semesters habe ich aber ein wenig das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt. Aufgrund des Einkommens meiner Eltern steht mir kein Bafög zu, sodass ich nebenbei arbeiten muss. Die Unterstützung meiner Eltern ist auch eher sehr mau, sodass ich auf mein Einkommen auch wirklich angewiesen bin. Wenn der Vertrag dann 2016 ausläuft, habe ich gar kein Einkommen (und immer noch kein Bafög^^) mehr.

Dieses Semester bin ich eigentlich außer Montags nie nach 8 Uhr auf der Arbeit bzw Uni und nie vor 18 Uhr zu Hause. Nebenbei versuche ich noch zu lernen und meinen Blog zu pflegen.

Während ich also gerade praktisch mitten in einem Neuanfang bin und nicht weiß, wie ich alles zeitlich schaffen soll, haben meine ehemaligen Mitschüler gerade ihren Bachelor gemacht.
Meine ehemaligen Kollegen haben sich (gleich 3...) genau dorthin beworben, wo ich damals nicht genommen worden bin.
Mein Freund hat ab morgen ebenfalls einen festen Job mit sehr guten Einkommen und einem unbefristetem Vertrag.

In mir macht sich dafür gerade jede Menge Zukunftsangst breit und ich zweifel sehr an meiner Entscheidung.
Ich habe deutlich mehr Stress als vorher. Am Wochenende bin ich meistens auch in der Uni, lerne oder bin zu erschöpft, um überhaupt irgendetwas zu machen. In den Semesterferien arbeite ich Vollzeit, und wer weiß, wofür ich das alles mache?

Personaler werden nun wirklich nicht gesucht, wie zum Beispiel Elektroniker oder Ingenieure. Jobs sind rar gesät und wenn man nicht zufällig jemanden kennt, der jemanden kennt...usw... sieht das ganze schon weniger rosig aus.

Klar, meine Noten sind relativ gut , könnten aber eben auch besser sein.
Für weitere Qualifikationen , wie eine Fremdsprache oder sowas, fehlt mir die Zeit, meine Ausbildung habe ich auch nur mit mittelmäßigen Ergebnissen abgeschlossen.
Ich mache mir schon so jede Menge Druck und habe Schlafstörungen, sobald die Vorlesungen anfangen. Noch mehr davon kann ich nicht gebrauchen^^

Und dann gibt es alleine in meinem Kurs 50 andere Leute, die zum gleichen Arbeitgeber wollen und die gleiche Stelle wollen, wie ich.
Was bitte habe ich denn, was die nicht haben?

Ich habe Angst, nach meinem Studium irgendwann in einem schlecht bezahlten Job zu landen und tonnenweise Überstunden zu machen, Ich möchte nebenbei gerne berufsgleitend noch einen Master in Wirtschaftspsychologie machen, darum bin ich auf ein halbwegs gutes Einkommen und eben auch nicht so arg ausufernde Arbeitszeiten angewiesen. Das ganze scheint mir im Moment aber irgendwie sehr naiv und naja...unwahrscheinlich. Dafür gibt es einfach zu viele andere, die mehr können als ich oder bessere Qualifikationen haben.

Mir wächst das gerade ein wenig über den Kopf.
Ich weiß, für solche Sorgen ist es viel zu früh, Ich kann ja eh nichts dran drehen und bis ich fertig bin, kann das ganze wieder ganz anders ausschauen.

Aber gerade wenn ich sehe, dass ehemalige Kollegen und Mitschüler jetzt genau den Weg gehen, den ich acuh gerne gehen würde, macht mir das schon Angst.


Junge...das ist jetzt aber ausufernd geworden....falls sich das jemand durchgelesen hat, freut mich das natürlich sehr...falls nicht, spätestens am Freitag gibt es auf jeden Fall wieder eine frische Review ;)





Bis dahin, fühlt euch alle gedrückt ♥


Kommentare:

  1. Liebes, mach dir nicht so viele Sorgen. :) Meine Meinung dazu kennst du ja. Du bist noch so jung, warum solltest du dich nicht etwas ausprobieren? Das wird schon, glaub mir. ♥

    hier geht’s zu meinem Blog ♥

    AntwortenLöschen
  2. Solche Sorgen sind zwischendurch ganz normal - vor allem, wenn bei den Menschen um einen herum grade alles super läuft! Ich bin auch schon durch zwei, drei solcher Phasen durch, aber das geht vorbei! Kopf hoch, glaub an dich und halt an deinen Träumen fest - dann wird am Ende alles gut werden!

    Liebe Grüße ♡

    AntwortenLöschen
  3. Jetzt stolpere ich zum ersten Mal über Deinen Blog und muss gleich kommentieren...^^
    Du begehst einen großen Fehler - ganz typisch, den kenne ich von mir auch; Du vergleichst Dich immer nur "nach oben". Klar, es gibt immer Jemanden, der mehr gemacht hat, bessere Noten, Praktika etc. Da hilft sich einfach mal "nach unten" zu vergleichen und da gibt es ganz viele, die eben keinen Schulabschluss haben, keine Ausbildung absolviert und/oder sich nicht noch mal in ein Studium gestürzt haben. ;)
    Ich würde immer zu einem Studium raten; mit akademischer Bildung kommt man - i.d.R. - weiter. Zudem bist Du ja noch jung ;) und hast schon eine Ausbildung absolviert - das ist ein echter Pluspunkt. Während das Gros der Kommilitonen nur die Theorie kennt, hast Du schon praktische Erfahrung! Mit Perso und Psychologie musst Du ja auch nicht unbedingt Personaler werden; da gibt's noch viele andere spannende Bereiche. Das kommt dann mit der Zeit... Mir ging's anfänglich...na ja, eigentlich immer...ich hatte immer große Zunkunftsängste und fand allein die Vorstellung mich entscheiden zu müssen und das vielleicht die nächsten 30, 40 Jahren machen zu "müssen" furchtbar. Aber so ist es ja gar nicht, vor allem nicht, wenn man ein abgeschlossenes Studium hat: man hat einfach viel mehr Möglichkeiten. Als ich dann mit meinem Bachelor anfing, kam ich aber auch in dieses "Oh Gott, was, wenn ich keinen Job finde, weil alle so viel mehr Ahnung haben was sie wollen und so zielstrebig sind und mehr gemacht haben". Wenn Dir Dein Studium jetzt Spaß macht (auch das ist ein großer Pluspunkt; Vielen geht es nämlich nicht so), dann konzentriere Dich drauf, alles andere kommt dann...

    Elternunabhängiges /Meister-Bafög ging nicht?

    AntwortenLöschen
  4. Ich fühle mich gerade ein wenig ähnlich (ja tolles deutsch). Ich bekomme leider auch kein Bafög und muss neben dem Studium noch arbeiten. Die Klausurenphasen bringen mich regelmäßig zur Verzweiflung. Momentan hat es wieder einen Höhepunkt erreicht. Morgen muss die Bachelorarbeit abgegeben werden und ich finde sie echt besch***en. Höchste Zeit erstmal ne Stunde zu heulen und über den Sinn des Studiums nachdenken. Bisher kamen immer wieder gute Zeiten und vor allem Zeiten in denen ich einen Sinn in meinem Studium entdeckt habe. Und auch wenn ich mich nur noch unter einer Decke verstecken möchte wird das bestimmt alles wieder.
    Ich drücke dir die Daumen :)

    AntwortenLöschen
  5. Ich finde das schon sehr wichtig, dass man links und rechts des Weges guckt, was da so abläuft. Natürlich soll man sich nicht an anderen orientieren, sondern seinen eigenen Weg gehen, denn der der anderen muss für einen selbst noch lange nicht gut und richtig sein. Dennoch verstehe ich Deine Zukunftsängste, auch, was die finanzielle Seite angeht..und wenn da 50 andere Leute täglich neben Dir sitzen, die alle das gleiche wollen und in Deinem angestrebten Beruf jetzt nicht so die Nachfrage besteht: Schwierig! Aber, heutzutage ist alles schwierig. Ich bin vermutlich doppelt so alt wie Du und habe die berufsbildenden Pläne schon lange hinter mir gelassen, aber ich sehe oft genug, wie sich junge Menschen abstrampeln und auch unsicher sind, ob dies und das lohnenswert ist. Ich finde, so lange man weiß, wofür man es tut und voll und ganz dahinter steht, sollte man weitermachen. Wenn die finanzielle Situation erträglich ist und nicht allzu große Opfer damit verbunden sind, sollte es gehen. Allerdings find ich die finanzielle Seite gerade bei Dir schon bissel heftig, aber wenn Du zurechtkommst, kann man sich auch damit arrangieren. Ich kenne auch Lebenssituationen mit viel Geld, mit sehr wenig Geld, mit noch weniger Geld, irgendwie ging es immer. Wichtig ist, dass man hinter allem steht und alles vertreten kann. Wenn da der Tag kommt, wo man merkt, es geht so nicht mehr, sollte man sich nach anderen Lösungen umsehen, aber, so lange es sich nur mal um ein kleines Tief handelt oder "nur" Ängste, die nicht regelmäßig von einem Besitz ergreifen, sollte alles gut laufen. Wenn ich so Situationen habe, versuche ich mich immer an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. "Mach die großen Sorgen zu kleinen und die kleinen zu gar keinen" - dieser Spruch hängt in meiner Wohnung und ich finde, das trifft jetzt auch bei Dir ganz gut zu :) Nur Mut und ich wünsche Dir viel Erfolg bei allem was Du tust!

    AntwortenLöschen
  6. Die Mädels vor mir haben schon so toll kommentiert, ich kann mich da nur anschließen. Fühle dich gedrückt.... Zukunftsängste kenne leider auch ich zur Genüge. Ich hoffe, es geht dir bald wieder etwas besser.

    Ganz liebe Grüße....

    AntwortenLöschen